Was diese Skala erfragt
Leistungsstreben misst, wie hoch du die Latte für dich selbst legst und wie bald du sie wieder anheben willst. Die Aussagen fragen nach dem Anspruch auf ein hervorragendes Ergebnis, nach Zielen, die mehr von dir verlangen, und danach, ob ein erreichtes Ziel dich zufrieden zurücklässt oder unruhig macht. Gemessen wird der Appetit auf mehr und nicht die Bilanz auf dem Papier.
Die Facette gehört zur Gewissenhaftigkeit, der Dimension der Ziele, der Ordnung und der Verlässlichkeit, und sie steht dort nah an der Mitte. Mit dem Gesamtwert der Dimension läuft sie zu 0,79 mit, mehr erreicht nur die Selbstdisziplin. Nach außen wirken hohe Werte oft betriebsam und bestimmt: Mit der Aktivität hängt die Facette zu 0,58 zusammen, mit dem Durchsetzungsvermögen zu 0,45 und mit der Niedergeschlagenheit zu minus 0,40.
Über 135.947 Profile hinweg liegt der Mittelwert bei 37,6 von 50, der dritthöchste unter den sechs Facetten dieser Familie und fast sieben Punkte über der Selbstdisziplin. Zum Ehrgeiz bekennt man sich leichter als zum eigenen Zeitplan. Ein größeres Ergebnis zu wollen ist die eine Anlage, es Woche für Woche zu liefern die andere, und die beiden gehen oft auseinander.
In der Fachliteratur läuft die Skala meist unter dem englischen Namen Achievement Striving, und die ältere Tradition der Leistungsmotivation deckt weite Teile desselben Gebiets ab. Unsere Fassung der Aussagen ist die gemeinfreie IPIP-Version aus Johnsons Veröffentlichung.