Was hier tatsächlich gemessen wird
Fantasie im Big Five misst, wie viel Zeit der Kopf mit Ausdenken verbringt. Die Aussagen fragen nach Tagträumen, erfundenen Szenen und lebhaften inneren Bildern. Keine einzige fragt, ob diese Bilder gut sind oder ob jemand außer dir sie je zu sehen bekommt. Die Frage ist, wie oft der Apparat läuft und wie leicht er anspringt.
Die Facette gehört zur Offenheit und besetzt in dieser Dimension die private Ecke. Sinn für Ästhetik zeigt, was dich von außen berührt, Intellekt kümmert sich um Ideen und Argumente, und die Fantasie läuft vollständig hinter deinen Augen ab. Am nächsten steht ihr der Intellekt mit 0,42, danach der Sinn für Ästhetik mit 0,35: Nachbarschaft, keine Deckungsgleichheit.
Außerdem liegt die Skala hoch. Über 135.947 Profile hinweg beträgt der Mittelwert 39,5 von 50 Punkten, der vierthöchste aller dreißig Facetten, und der Median liegt bei 41. Ein gewöhnliches Ergebnis beschreibt also bereits einen Kopf, der bequem abdriftet und zurückkommt, und ein niedriger Wert sagt etwas ziemlich Konkretes: Die Bilder springen kaum an.
In der Forschung läuft die Skala meist unter dem Namen Fantasie, unter dem sie auch in den klassischen Sechserschnitt der Offenheit eingegangen ist. Unsere Items sind die offenen IPIP-Fassungen von Johnson, ohne Bindung an einen kommerziellen Fragebogen.